Lipp Pianoline

Eine elektronische Soundorgel im Stil der Hammond Solovox, bzw. Clavioline. Die Klavierbauer der Stuttgarter Firma Lipp haben sich wohl in den 50er oder 60er Jahren daran gemacht mit elektronischen Alternativen den Markt zu erobern. Wohl mit nicht soviel Erfolg. Die Pianoline ist wie die Jörgensen Clavioline monophon spielbar, es können aber 4 Fusslagen zusammen geschaltet werden. 8 Register bieten zahlreiche Klänge und Klangkombinationen die sich für unsere Ohren fast alle gleich anhören. Aber trotzdem hat das Gerät das gewisse Etwas und klingt richtig gut. Eine fehlende Hüllkurvenmodulation sorgt für reichlich Energie bei Tastendruck.


Neben Vibrato Stärke, Vibrato Frequenz und Gesamtlautsärke, kann man auch die Lautstärke mittels Kniehebel beeinflussen. Nachdem das Gerät als Solostimme neben dem Klavierspiel gedacht war, eine durchaus sinnige Lösung.
Ob die Firma Lipp einen eigenen Verstärker herausgebracht hat ist mir nicht bekannt, aber es gab auch transportable, polyphone Röhrenorgeln der Firma Lipp. Durch den fehlenden Lautsprecher und der Endstufe passen Tonerzeugung und Netzteil in das Gehäuse der Tastatur. Ein Vorteil gegenüber der Clavioline.
Die Tonerzeugung besteht aus einem astabilen Röhren Multivibrator und entsprechenden monostabilen Röhren Multivibratoren zur Frequenzteilung. Dazu kommen noch Filter und Vorverstärkung, sowie der Vibrato Generator. Also doch eine beachtlich Anzahl an Röhren in dem kleinen Gerät.
Der Audioausgang besteht aus einem Kabel mit 6,3mm Klinkenstecker.

Wer mehr über die Firma Lipp und ihren elektronischen Instrumenten weiss, bitte mail an mich!
 
 


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