Mattel Synsonics

Der Hersteller lässt auf die Soundqualität schliessen. Dieses Spielzeug, von der Firma Mattel Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts auf den Markt gebracht, wird in entsprechenden Kreisen als Kultteil gehandelt. Leider kenn ich diese Kreise nicht und bin auch noch keinem Synsonics Jünger begegnet (Ausser Holger, aber das lassen wir jetzt mal einfachheitshalber weg).

Der Mattel Synsonics Drummer, kann mit Batterie (6x Babyzellen) oder Netzteil (Miniklinke) betrieben werden und ist für den Anschluss an die Stereoanlage gedacht. Mit entsprechenden Adaptern lässt er sich natürlich auch an einen Gitarrenverstärker oder an ein Mischpult anschliessen. Geplagte Eltern schenkten ihren Kindern gleich einen Kopfhörer mit dazu, der sogar mit einer 6,3 mm Klinkenbuchse angeschlossen werden konnte. Man erinnere sich, die ersten Walkman Kopfhörer waren auf dem Markt, aber wohl für die Drum Klänge ein bisschen zu Höhenlastig.

Eine 5 polige DIN Buchse lässt auf Midi schliessen, das es zu dieser Zeit leider noch nicht gab. So ist sie laut Anleitung für Erweiterungen wie einen Fussschalter für die Bass Drum oder den Accent Taster gedacht. Eine Stiftebelegung ist mir nicht bekannt.

Rechts und links am Gerät befinden sich Drehregler für Lautstärke (mit Einschalter) und Tonhöhe für Tom 1, das um 5 Oktaven (laut Anleitung) transponiert werden kann.
Die Barbie Kochplatten (Sensoren) sind von oben links nach unten rechts mit den Sounds Tom 1, Cymbal, Snare und Tom 2 belegt. Die Bassdrum kann entweder als Metronom mitlaufen (Bass on/off Taste) und mit den Tempo Tasten (Faster/ Slower) in der Geschwindigkeit variiert werden oder sie wird manuell ausgelöst, in dem die Faster und Slower Taste gleichzeitig gedrückt werden. Drückt man beide Taster bei eingeschalteter Bassdrum rhythmisch, mehrmals innerhalb einer Sekunde, dann passt sich die Synsonics Drums dem eingetippten Tempo an (also alles was schneller als 120 BpM ist). 

Alle Instrumente ausser der Bassdrum können auch mit jeweils 3 eigenen Steuertasten ausgelöst werden, die dann automatisch Halbe, Viertel oder Achtel Noten zur automatischen Bassdrum spielen. Kombinationen dieser 3 Tasten lassen wahlweise einen Rock-, Shuffle-, Walzer- oder Off Beat Rhythmus ertönen. Dies vereinfacht die spielweise und auch das programmieren, denn das Synsonics Drums kann 3 Pattern a 16 Schläge in seinem flüchtigen Speicher speichern.

Das Speichern erfolgt auch wahlweise über die Pads oder die Steuertasten. Die Bassdrum kann allerdings nur an- oder abgeschaltet werden und wird bei manueller Betätigung nicht gespeichert.

Zu gespeicherten Rhythmen kann man dann noch Live dazu spielen, damit man nicht 4 Hände braucht um was einigermassen Schlagzeugähnliches erklingen zu lassen.

Die Sounds der Instrumente, weswegen das Spielzeug ja so kultig wurde, klingen meines Erachtens, bis auf das Tom 1, recht schwach auf der Brust. Das Bassdrum ist eher ein Schaltknacken, Tom 2 ist wenig spektakulär, die Snare besteht nur aus Rauschen und das Cymbal klingt recht lange aus und kann nur durch gleichzeitiges Drücken der Accent Taste zu einem geschlossenen Hi Hat umfunktioniert werden. Ein Fusspedal wäre da schon die ideale Lösung gewesen, aber mir ist nicht bekannt, ob es jemals eine Erweiterung für dieses Gerät gab. Leider gibt es auch nur die Stereoausgänge, also rechte Kochplatten rechts und linke Kochplatten links auf der Anlage. Ist es umgekehrt, bitte Stecker umstecken (siehe Anleitung). Die Bassdrum ist dann wohl genau in der Mitte.

Ein Blick ins geöffnete Gerät zeigt, dass an den Instrumenten, obwohl analog, nicht viel einzustellen ist, ansonsten steckt der Rest der Elektronik in einem Chip.

Fazit: Schönes Sammlerstück zum ins Album kleben. Nur Holger spielt damit. Sollte dieses Teil noch jemand nachweislich Live einsetzen, werde ich ihn hier auf dieser Seite in einer eigens angelegten Liste erwähnen, also traut Euch!
 




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