Roland Pad 5

Kleines aber feines Übungspad aus dem Hause Roland. Man kann das Pad nicht nur als Rhythmusgerät mit Presetrhythmen verwenden und dazu seine eigenen Takte klopfen, sondern hat auch die Möglichkeit das Ganze mittels Midi Out in einen Sequenzer einzuspielen. Das geht mittels Drumsticks oder per Hand. Die Empfindlichkeit der Pads kann dazu mittels Drehregler oben rechts stufenlos eingestellt werden. Das Gerät besitzt keine eigene interne Klangerzeugung, was mir bei der Bechreibung sehr entgegen kommt. ;-)

Die Preset Rhythmen sind auf ein General Midi Drumset (Kanal 10) eingestellt und können so ohne Probleme auch eine Computer Soundkarte ansteuern.
Die 14 Rhythmen sind in jeweils 2 Variationen, mit Fill In und Break abrufbar. Start / Stop Taste ist obligatorisch. Es werden Midi Note und Velocity Daten übermittelt.

Die Rhythmen sind:
8 Beat 1/2, 16 Beat 1/2, Rock´n´Roll, Slow Rock, Funk, Rap, Shuffle, Swing, Bossa Nova, Samba, Cha Cha, Waltz

Das alles entsprechend x2. Damit kommt man an das Standard Repertoir einer guten Preset Rhythmusmaschine der 70er Jahre.

Aber da sind ja noch die 5 Pads, die nach dem einschalten die 1. Bass Drum, 2. Snare, 3. Hihat closed, 4. Hihat open und 5. Cymbal antriggern. Diese Instrumente können bei laufenden Rhythmus durch 5 Taster gecanceled werden, eine sehr praktische Geschichte zum Üben, denn die Pads triggern den gecancelten Sound weiterhin an.

Diese Konfiguration kann nicht verändert werden, aber es gibt mittels Umschalter die Möglichkeit ein zweites Drum Set mit selbstgewählten Sounds aus dem General Midi Drum Set auszuwählen. Die Leuchtdioden über den 14 Rhythmusauswahltasten geben den notwendigen Anhaltspunkt bei welchen der 70 Notenumbers man sich gerade aufhalten könnte. Durch Anschlagen des Pads wird eine Notenumber höher gezählt, durch Drücken der oben erwähnten Pad Taste, zählt das Ganze rückwärts. Bei 14 Leuchtdioden (pro Rhythmus Taster) ergeben sich 5 Instrumente pro Leuchtdiode, das ist als Anzeige ganz brauchbar.

Bei meinem Gerät setzte sich das User Drumset nach erneuten Einschalten des Gerätes in einen Default Zustand mit 3 Toms, Clap und Cowbell zurück. Da ich keine Anleitung habe, könnte dies eine leere Pufferbatterie oder reine Absicht des Entwicklers sein. Den Bedienelementen ist auch anzusehen, dass das Gerät keinen internen Sequenzer in sich birgt. und somit dafür schon mal keine Pufferbatterie bräuchte.
 

Eines der Vorteile des Pad 5 ist seine Grösse und sein Design. Es kommt mit 6 Mignon Batterien aus, ein Netzteilanschluss ist nicht vorgesehen. Auch ist die Gesamtgrösse sehr Wohnzimmerschonend. Die oben zu sehende Bodenform des Gehäuses lässt erahnen, dass man das Pad nicht nur an einem speziellen Ständer aufstellen, sondern auch auf die Oberschenkel auflegen kann.

Obwohl 5 Pads ausreichend für Homerecording sind, wären Anschlüsse für externe Triggerpads (zumindest ein Bass Drum / Hi Hat Schalter) wünschenswert gewesen. Auch ein Midi In zum Staffeln eines weiteren Pad 5 oder anderer Midi Controller wären sinnvoll. Aber ohne diesen Zutaten ist das Pad 5 sehr mobil auf der Bühne und ein schönes Handwerkszeug für den Percussionisten.
 


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