Roland CR 1000
 


 


Preset Drummachine aus der 2. Hälfte der 80er Jahre. Da fragt man sich, wer so etwas überhaupt brauchte, da ja alle anderen Maschinen bereits programmierbar waren. Zum Üben oder für den Alleinunterhalter waren die Preset Drummies aber immer noch interessant, den nicht jeder wollte sich mit Bedienungsanleitungen und stundenlangen Programmieren die Sonnentage um die Ohren schlagen.

Der CR 1000 bietet 16 Sample Sounds: Bass Drum, Snare, lo/mid/hi Tom, Timbale, closed/open Hi Hat, Crash/Ride Cymbal, Rim Shot, Hand Clap, lo/hi Conga, Cowbell und Claves, wobei die Gleichfarbigen Instrumenten-Gruppen einen eigenen Lautstärkeregler besitzen.

Die 24 Rhythmen werden über eine 3x8 Matrix aufgerufen. Bei laufendem Rhythmus setzt der neugewählte Rhythmus zum Taktanfang ein.
 

Rock 1
Rock 2
Rock 3
Rock 4
Disco 1
Disco 2
16 Beat 1
16 Beat 2
Waltz
Swing 1
Swing 2
Shuffle
Charleston
Ballad 
Reggae
Tango
Samba 1
Samba 2
Merengue
Mambo
Cha-Cha
Rumba
Beguine
Bossanova

Ein Variations Schalter erhöht die Anzahl der Rhythmen auf 48 und ein Hand Clap Schalter fügt dem laufenden Rhythmus ein Hand Clap hinzu.

Dazu kommen noch 4 In- und Outros pro Rhythmus, die im Gegensatz zu den Breaks nicht mehr von dem Variation Schalter beeinflusst werden. Damit die Auswahl der zahlreichen Variationen zu den unterschiedlichen Rhythmen passen, lieferte Roland in der Bedienungsanleitung gleich eine Entscheidungstabelle mit. Nur wenige Breaks beissen sich danach mit den mitgelieferen Rhythmen. Die eintaktigen Breaks mussten auch gekonnt gestartet werden, da manche Preset Rhythmen 2 Taktig waren.

Bis auf die 3/4 Takte kann jeder Rhythmus manuell und ohne Abstufung eine Shuffle Verzögerung eingestellt. Besonders grass wirkt sich das auf Rhythmen aus, die bereits Shuffle Verzögerungen beinhalten wie natürlich "Shuffle" selbst aber auch z.B. Charleston. Auch die Funktion "Restart", die mittels Fusstaster ausgelöst werden kann. Der Rhythmus startet dann automatisch neu, egal an welcher Position sich der laufende Rhythmus befindet. Für Live Drummer zum Üben schon fast Ideal.

Auf der Rückseite befinden sich noch Anschlüsse für Fusstaster für Start / Stop und Fill In, der Mono Ausgang, Midi In /Thru, Netzteilanschluss und Ausschalter. Das Gerät kann auch mit Batterie betrieben werden.

Die Midi Möglichkeiten lassen nichts zu wünschen übrig, man kann Start/Stop Daten, Sync. Daten (Position Pointer), Programmwechsel Befehle und Note On Befehle zum triggern der einzelnen Instrumente empfangen und ich nehme an, dass der CR 1000 die auch sendet. Laut Datenblatt wertet der CR 1000 dabei auch die Velocity Daten von 0-127 aus, er ist also Anschlagdynamisch und kann somit auch als Drum Expander eingesetzt werden.

Wenn man keine einzelnen Note On Befehle empfangen möchte regelt der CR 1000 die Gesamtlautstärke aufgrund empfangener Velocity Daten eines angeschlossenen Keyboards, allerdings nur bei Noten Nummern, die dem Spielbereich der linken Hand (Begleitung) entsprechen. Diese Funktion empfiehlt sich wieder mehr für Alleinunterhalter. Auch konnte man den Modus "Key Start" aktivieren, den man von Heimorgeln her kennt (Startet den Rhythmus beim ersten Tastendruck eines angeschlossenen Keyboards).

So ganz "Preset" ist der CR 1000 auch nicht, denn er speichert auf Wunsch die Reglereinstellungen der 6 Lautstärkeregler, dem Shuffle- , Tempo- und den noch nicht erwähnten Accent Regler.

Die Sounds sind sauber und druckvoll. Fehlende Einzelausgänge und Programmierfähigkeit hätten den CR 1000 zum Hit werden lassen können, aber es gab ja schon die TR505.
 


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